Dynamisches Sitzen

Die beste Sitzhaltung ist immer die nächste

Das Stehaufmännchen

Das dynamische Sitzen  erfordert die Balance des Beckens auf den Sitzbeinhöckern. Die Wirbelsäule  wird harmonisch aufgerichtet und der Rumpf in natürlicher Wirbelsäulenstellung um das Körperlot herum bewegt. Die Bewegung des Rumpfes lässt sich sehr schön mit der Bewegung eines Stehaufmännchens vergleichen. Eine Beugung des Rumpfes  nach vorn oder nach hinten erfolgt in den Hüftgelenken und nicht durch Krümmung der Wirbelsäule.

Die Problematik der sitzenden Körperhaltung

Das Problem der sitzenden Körperhaltung liegt in erster Linie darin, dass das Becken beim Übergang vom Stehen zum Sitzen die Tendenz aufweist sich nach hinten zu drehen. Diese Beckenrotation bewirkt, dass aus der natürlichen Krümmung der Lendenwirbelsäule eine ungesunde „Rundrückenhaltung“ wird. Ergonomisch wünschenswert ist eine ausbalancierte Haltung, eine natürliche Krümmung der unteren Wirbelsäule.

Ein aufgerichteter Oberkörper ermöglicht eine bessere Reichweite der Arme sowie mehr Platz für den Bauch, mehr Raum für die inneren Organe und eine tiefere Atmung. Ein guter Bürostuhl unterstützt Sie in jeder Haltung und folgt jedem Bewegungsablauf: Er trägt zu einer wesentlichen Entlastung der Wirbelsäule bei.

Richtig setzen – richtig aufstehen

Um zu verhindern, dass das Becken sich schon gleich beim Sich-Setzen nach hinten dreht, ist bewusst der Bewegungsablauf zu beobachten und der Aufrichtung des Beckens aktiv entgegenzuwirken. (Nach Kempf)

Wir sitzen zuviel

Auch der beste Bürostuhl ändert nichts an der Tatsache, dass wir im Büro zu lange Sitzen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, allzu langes Sitzen zu unterbrechen. Kleine Bewegungspausen sollten zur Gewohnheit werden: ein paar Schritte gehen zum Kopierer oder zu einem Gespräch unter Kollegen sind willkommene Gelegenheiten, dem ungesunden Dauersitzen zu entkommen.